Unsere Veranstaltungen

 

Wo die Ostseewellen trecken an den Strand….

 

…hieß es vom 17.09. bis 19.09.2021 für 20 Teilnehmer aus Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen auf Einladung der Hauptstadt Herzen. Die Freude auf das Wochenende in Warnemünde und sich endlich wieder persönlich zu sehen, war schon im Vorfeld zu spüren. Einige reisten bereits am Vormittag an und nutzten die Zeit, um bei angenehmem Wetter einen Spaziergang am Strand zu machen. Andere waren durch Schule und Arbeit bedingt erst am Abend an Bord der Jugendherberge. Nach dem Abendessen trafen wir uns zu einer gemütlichen Kennenlernrunde. Da viele sich nicht kannten, endete der erste Tag erst spät am Abend.

Am Samstag ging es nach dem Frühstück, mit einem 40-minütigen Fußmarsch, die schöne Strandpromenade entlang zur alten Vogtei, wo wir uns mit dem Stadtführer Tom trafen. In einer zweistündigen Führung durch die Vorderegg und Achteregg von Warnmünde (das alte Warnemünde) erfuhren wir viel maritimes und lustige Episoden vom Ostseebad. Vielen Dank an Tom für die super schöne Führung.

Wer noch nicht genug vom Entdecken hatte, konnte noch den 36,90 m hohen Warnemünder Leuchtturm, der 1898 in Betrieb genommen wurde, besteigen. Nach 70 Stufen erreichten wir die erste Aussichtsplattform, wo es bereits schon einen tollen Blick über das Ostseebad gab. Nach weitere 65 Stufen gab es einen weiteren imposanten Blick bis nach Rostock und weiter. Alle sind die 135 Stufen wieder heil heruntergekommen. Bis zum Abend konnte jeder Warnemünde auf eigenen Wegen erkunden. Einige machten eine Hafenrundfahrt, andere liefen gemeinsam die Mole entlang und ließen sich eine steife Brise um die Nase wehen. Unsere jüngste Teilnehmerin ließ ihren neu erworbenen Drachen zusammen mit ihren Eltern am Strand steigen. Andere machten eine Stadtrundfahrt mit einer Elektroeisenbahn.

Natürlich verwöhnten wir uns, was ein Muss an der Küste ist, mit diversen Fischbrötchen und anderen köstlichen Fischvarianten. Da das Wetter schön war, lud es regelrecht dazu ein, barfuß am Strand entlangzulaufen und sich die Ostsee um die Füße zu spülen zu lassen. Am Abend trafen wir uns wieder zum gemeinsamen Grillen. Die Jugendherberge hatte dafür alles vorbereitet und die zwei Grillmeister aus unserer Gruppe grillten Bratwurst, leckes eingelegtes Fleisch und Grillgemüse. Leider machte uns die Zeit ein Strich durch die Rechnung, denn es wurde früh dunkel, sodass das Grillen noch zu ein Erlebnisevent wurde und wir uns wie in einem Dunkelrestaurant fühlten. Wir merkten, dass der Herbst Einzug hielt und es doch draußen zu kalt wurde.

Die Jugendherberge stellte uns freundlicherweise einen Veranstaltungsraum zur Verfügung, so konnten wir gemeinsam mit Gesellschaftsspielen und Gesprächen den schönen Tag ausklingen lassen. Am Sonntag hieß es Abschiednehmen. Viele nutzen noch die Zeit und fuhren in andere Ostseebäder oder schauten sich das Heimatmuseum in Warnemünde an.

Alle waren sich einig, dass es ein wunderschönes Regionen übergreifendes Treffen war und freuen sich auf die zukünftigen Veranstaltungen der Hauptstadt Herzen.

 

Black'n White – Regionaltreffen im Zoo Berlin

 

Am 14.08.2021 konnten wir das schon lange geplante Regionaltreffen im Zoo Berlin nachholen. Bei schönstem Sommerwetter trafen wir uns zu einer 90-minütigen Zooführung, auf die wir uns sehr freuten, da wir auch die beiden Pandakinder sehen konnten. Jacob von der Zooschule erzählte uns viel Spannendes über die Tiere und ihre Lebensweise. So erfuhren wir unter anderem, dass

a) der Elefant nur vier große Zähne im Maul hat,

b) Giraffen sieben Halswirbel haben, überwiegend im Stehen schlafen und sich nur ca. 20 Minuten hinlegen können, da sie danach in einen Tiefschlaf verfallen und den Raubtieren wehrlos ausgeliefert sein würden,

c) Nilpferde nicht Nilpferde, sondern Flusspferde heißen und die gefährlichsten Tiere Afrikas sind und

d) Aasgeier lieber Knochen fressen als das Aasfleisch.

 

Nun ging es endlich auch zu den Pandas, die eigentlich Bambusbären sind. Neben den Eltern Jiao Qing und Meng Meng, die übrigens immer rückwärts läuft, weil sie es kann und damit imponieren will, faulenzten ihre beiden Kinder Pit und Paule auf einen Baumstamm. Wie wir vom Zooführer Jacob erfuhren, fressen alle vier Pandas in einer Woche eine LKW-Ladung Bambus. Als Leckerli gibt es für die Bambusbären einen Pandakeks, den wir alle auch kosten durften und der nach nichts schmeckte.

 

Weiter ging die Führung zu den Steinböcken, Rentieren, Zebras, Bonobos, Takinen, Seehunden und Seelöwen. Zum Schluss durften wir noch die Nashörner mit Äpfeln füttern, was für alle ein großer Spaß war. Nach einer Pause mit Stärkung konnte jeder noch auf eigene Faust den Zoo erkunden, aber auf Empfehlung von Jacob war der nächste Anlaufpunkt für alle das Freiluftgehege der Gorillas, die ein Jungtier haben. Die kleine Tilla wurde von ihrer Mutter Bibi derart bewacht und behütet, dass es fast nicht möglich war, einen Blick auf sie zu erhaschen. Aber wir hatten schließlich doch noch Glück, denn die kleine Gorilladame entwischte für einen Moment den Blicken ihrer Mutter. So ging ein sehr schöner Nachmittag im Zoo Berlin zu Ende und wir fanden es wunderbar, so viel Neues über die Tierwelt erfahren zu haben.

 

 

Regionaltreffen am 31.07.2021

 

Nach 9 Monaten Corona bedingter Pause konnten wir endlich wieder ein Regionaltreffen durchführen. Bei schönem Wetter haben wir uns beim Karpfenteich in der Nähe vom Schloss Charlottenburg getroffen. Dort probierten wir verschiedene Outdoorspiele wie Tabu XXL, Mikado XXL oder Boule (Boccia) aus. Wir hatten alle sehr viel Spaß und konnten uns endlich wieder einmal persönlich austauschen.

 

Nach viel Bewegung an der frischen Luft meldete sich bei uns der Hunger, sodass wir den schönen Nachmittag in einem nahegelegenen Restaurant ausklingen ließen.

 

Spendenübergabe an den ROTEN NASEN Deutschland e.V.

 

 

Am 6. Juli 2021 waren wir zu Gast bei den ROTEN NASEN und haben einen Scheck über 500 Euro übergeben.

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: Gregor Zielke und Rote Nasen Deutschland e.V.

Für die meisten EMAHs gehören Krankenhausaufenthalte zu ihren Kindheitserinnerungen. Viele haben diese erlebt, als eine Begleitung durch die Eltern noch nicht möglich war. Umso mehr wissen wir zu schätzen, was eine freudige Abwechslung im Klinikalltag bedeutet. Wir Hauptstadt Herzen haben uns daher entschlossen, die wichtige Arbeit des ROTE NASEN Deutschland e.V. mit einer Spende zu unterstützen. Die so ermöglichten Clownvisiten bei kleinen (und großen) Patienten mit angeborenen Herz-fehlern sorgen dort für Freude und Lachen, wo man es vielleicht am wenigsten erwartet.

 

 

 

3. Online-Themen-Stammtisch der Hauptstadt-Herzen am 15.03.2021

 

Unsere Fragen zum Thema „Resilienz“ hat Frau Inga Weidlich, Diplom-Psychologin aus der Kinderkardiologie des Deutschen Herzzentrums Berlin, beantwortet.

 

Für das Protokoll wurden die Antworten paraphrasiert.

 

Was bedeutet Resilienz?

Der Begriff der Resilienz geht auf das lateinische Wort „resilire“ zurück, das „ab­prallen“ bedeutet. Gemeint ist ein aktiver Umgang mit Stressoren, sodass Resilienz metaphorisch als Immunsystem oder Schutzschild der Seele verstanden werden kann. In diesem Sinne ist der Resilienz die Vulnerabilität gegenübergestellt, zu der auch die Anfälligkeit für psychische Krankheiten gehört.

 

Welche Rolle spielt Resilienz in der persönlichen Entwicklung?

Resilienz funktioniert durch das persönliche Annehmen nicht veränderbarer Faktoren und beinhaltet 7 Kernpunkte: Optimismus, Akzeptanz, Lösungsorientierung, Handlungskontrolle/ Selbstwirksamkeit, Verantwortung übernehmen, soziale Beziehungen, Zukunftsplanung. Eine große Bedeutung hat die Art und Weise, wie Situationen subjektiv bewertet werden. Ferner ist Resilienz als Prozess zu verstehen, bestimmte Resilienzfaktoren sind statisch und genetisch bedingt, andere sind dynamisch und somit teilweise erlernbar. In der Ausprägung von Resilienz spielen daher verschiedene Faktoren eine Rolle, z.B. von Geburt an mitgebrachtes Temperament oder das soziale Umfeld, in dem Bezugspersonen (Familie oder aber auch externe Personen) als „Schutzfaktoren“ wirken. Eine ausgeprägte Resilienz spiegelt sich darin wider, dass man z.B. Krisen als Chance sieht oder sich im Einklang mit sich selbst fühlt. Leistung und Erfolg sind keine Kriterien der Resilienz.

 

Wie wirken sich frühkindliche Krankenhausaufenthalte auf das Ausbilden von Urver­trauen bzw. -misstrauen aus?

Für die Entwicklung von Urvertrauen ist die Bindungserfahrung im Säuglings- und Kleinkindalter, z.B. durch Körperkontakt, entscheidend. Durch die Trennung von der Bezugsperson bzw. den Bezugspersonen, die mit Geborgenheit und Nahrung als angemessene Reaktionen auf Bedürfnisse für Schutz und Unversehrtheit sorgen, kann diese Erfahrung während eines Krankenhausaufenthalts unter Umständen gestört sein. Dauert die Erschütterung des Vertrauens über einen längeren Zeitraum an, kann sich stattdessen ein Urmisstrauen entwickeln. Zur Aufarbeitung solch früh­kindlicher Erlebnisse, die sich auf unsere heutigen Beziehungen auswirken, kann eine tiefenpsychologisch fundierte Therapie helfen.

 

Werden Kinder heute im Krankenhaus psychologisch begleitet? Wie sieht diese Unterstützung speziell im DHZB aus?

Grundsätzlich kann man sagen, dass das Stresslevel aller Beteiligten mit der Unsicherheit steigt, was im Krankenhaus passieren wird. Im Laufe der Zeit ist das Niveau der Aufklärung der Eltern stetig angestiegen. Auch gibt es heute die Möglichkeit, dass Eltern ihre Kinder im Krankenhaus begleiten können, sowie Gesprächsangebote zur psychologischen Vorbereitung.

Eine psychologische Begleitung wird im DHZB auf Empfehlung der Ärzte bzw. Pflegekräfte, aber auch auf Wunsch des Patienten angeboten. Bei Patienten, die auf eine Transplantation warten, ist sie obligatorisch. Zur Zeit muss auch eine Extrabelastung durch die spezielle Coronalage berücksichtigt werden.

 

Gibt es spezielle (Psycho-)Therapiemethoden, die sich bei EMAHs bewährt haben?

Die Wahl der Therapiemethode sollte immer individuell erfolgen. Bei körperlichen Erkrankungen mit eventuellen psychischen Begleiterkrankungen hat sich die Verhaltenstherapie bewährt. Hier geht es darum, wie ich mich selbst im Alltag erlebe und wie ich das bewerte. Im Modell der kognitiven Umstrukturierung werden feste Verhaltensmuster auf ihre Grenzen und Chancen zur Veränderung hinterfragt. Um solche Muster aufzubrechen, ist Mut und Arbeit erforderlich. Zur Veranschaulichung kann das Beispiel der Behauptung dienen, die eine Schutzfunktion ausdrückt: „Ich war schon immer benachteiligt“. Hier würde man in Gedanken probieren, wie es sich anfühlt, sich nicht mehr als benachteiligt anzusehen.

 

In der Diskussion wurde eine Studie angeführt, die sich mit dem fehlenden Bewusstsein für den aHF beschäftigte. Wie kann es dazu kommen?

Mit der Krankheit verbundene traumatische Ereignisse werden unter Umständen nicht erinnert, was es unmöglich macht, sie in die eigene Biografie zu integrieren. Die Krankheit wird von einigen Betroffenen aber auch verdrängt oder heruntergespielt, sodass ein Bewusstsein dafür möglicherweise fehlt. Ob und wieweit die Krankheit im Fokus steht, hängt von individuellen Faktoren ab, nicht zuletzt von der eigenen Definition von „chronisch krank“.

 

Welche Rolle spielen die Eltern in der Entwicklung des Bewusstseins für die eigene Erkrankung?

Oft sind die Einschnitte im vorsprachlichen Lebensabschnitt nur durch eine „Nacherzählung“ der Eltern für die Bertoffenen nachvollziehbar. Es kann zudem zu einer Stigmatisierung durch unreflektierte Wortwahl kommen, wenn z.B. von Herz-FEHLER die Rede ist. Eltern können in speziellen Workshops lernen, ihre Kinder zu stärken, indem sie sie z.B. nicht mit anderen vergleichen und ihre Ressourcen anstelle ihrer Defizite in den Vordergrund stellen.

 

 

Literaturempfehlung zum Thema Transgenerationale Weitergabe von Traumatisierungen:

  • Vererbte Wunden – Transgenerationale Weitergabe traumatischer Erfahrungen, M. Rauwald
  • Transgenerationale Traumatisierung; M. Huber, R. Plassmann, T. Becker

Literaturempfehlung zum Thema Was kann ich (für mich) tun, um psychisch stabil zu sein/ bleiben/ werden und somit einer Psychotherapie vorzubeugen:

  • Um einen ausgeglichenen Lebensstil zu führen und sich psychisch stabil und im Einklang mit sich selbst zu fühlen, sind Selbstfürsorge und Achtsamkeit von wesentlicher Bedeutung.
  • im Internet gibt es zahlreiche Literaturempfehlungen, Links, Videos, Workshop-Angebote zu diesen Themen
  • auch unter MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction) zu finden

 

Regionaltreffen am 24.10.2020

 

Herz-Allerliebst!

Zu Besuch bei den Fledermäusen in der Zitadelle Spandau/Berlin

 

 Am Samstag, dem 24.10.2020, zum Beginn der Dämmerung, trafen sich Mitglieder, zum Teil in Familie und Freunde der JEMAH Regionalgruppe Berlin/Brandenburg im Innenhof der Zitadelle Spandau.

 

Wir hatten uns an diesem Abend zu einem Spaziergang, mit einem Mitarbeiter des Berliner Artenschutz Team´s (-BAT- e.V.) verabredet, um uns mit der Welt der Fledermäuse bekannt machen zu lassen. Die Zitadelle ist 500 Jahre alt und gilt als eine der bedeutendsten und besterhaltendsten Renaissancefestungen Europas. Das ganze Jahr über gibt es eine Vielzahl von Anlässen diese Sehenswürdigkeit Berlins zu besuchen.

 

Für 12 einheimische gefährdete Fledermausarten ist die Zitadelle Spandau mit ihren Kasematten (gewölbte Gänge mit dicken Mauern) ein idealer Schlafplatz für den Winter. Damit ist sie eines der größten winterlichen Quartiere in Europa.

 

Wir erfuhren auch, das gerade die Lage der Zitadelle, als eine vollständig von Wasser umgebenen Festung, von Vorteil für die Fledermäuse ist, da sie hier bis in in den Herbst hinein noch genügend Insekten als Nahrung finden, bevor es im November Zeit für den Winterschlaf wird.

 

Nach dieser kurzen Einführung ging es mit Abstand und Mundschutz zur Bastion Königin, wo unsere Fleder-mausentdeckungstour begann. Die Besichtigung der Wehrgänge im Schein der Taschenlampen hatte etwas geheimnisvolles. Mit Hilfe unseres fachkundigen Begleiters entdeckten wir so Einiges: ein paar Fledermäuse in den kleinen Ritzen zwischen den Mauersteinen sowie beim Fliegen und lautlosen Verschwinden. Auch die Laute der Fledermäuse wurden für uns, mit Hilfe von Verstärkertechnik, hörbar gemacht. Vorbei kamen wir zudem an schlafenden Tauben, ein paar losen Federn,die wohl ein Marder zurückgelassen hatte, und eingelagerten Austellungsaufstellern…

 

Nach der Bastion Königin ging unser Weg wieder zurück über den Innenhof in weitere historische Gewölbe-gänge, bis zu einer Holztreppe, die auf den Wall der Zitadelle führte. Die Benutzung dieser Treppe ließ sicher das Herz der Filmfans unter uns höher schlagen... Hier wurde unter anderem 1964 „Der Hexer“ von Edgar Wallace gedreht.

 

Mittlerweile war es gänzlich dunkel geworden, und der Weg über den Wall bekam einen Hauch von Nacht-wanderung. Kindheitserinnerungen kamen auf... Schön...

 

Nach und nach verließen wir den Wall und trafen uns vor dem Gerd-Steinmöller-Künstlerhaus wieder, in dem sich unter anderem der Fledermauskeller und die Räumlichkeiten des -BAT- e.V. befinden. Der Fledermauskeller ist eine Kooperation zwischen der Kulturverwaltung des Bezirksamtes Spandau und dem Verein „Berliner Artenschutz Team“ und ein Highlight der ganz besonderen Art. In schummeriges Licht konnten wir in einem riesigen Schaugehege Nilflughunde aus dem Norden Afrikas und Fledermäuse aus Mittel- und Südamerika beim Herumhängen, Fliegen, Schlafen und Fressen von Obst und Gemüse beobachten. Etwa 150 (!) Tiere,- wo kann man sonst so viele auf einmal sehen?

 

Aber, dass für mich an diesem Abend schönste Erlebnis war die kleine, handzahme, nicht mehr ganz flugfähige Fledermausdame die wir kennenlernen durften. Das Tierchen bekam eine dicke Made gereicht, war aber bereits so müde, dass sie nur noch schläfrig darauf herumkaute…. Was für ein Fotomotiv als Erinnerung an diesen tollen, informativen Fledermausabend in der Zitadelle Spandau/Berlin!

 

Vielen Dank an das Berliner Artenschutz Team (-BAT- e.V.) für die gelungene Führung und die Regionalleitung für die Organisation dieses sehr weiter zu empfehlenden Familienausflugs!

 

 

18.09.2020

 

Die Hauptstadt-Herzen auf den Spuren von August dem Starken

 

Nach dem Lockdown, der den regen Austausch unserer Regionalgruppe auf eine virtuelle Ebene begrenzte, wurde der Wunsch nach „echten“ Treffen immer deutlicher. Warum nicht ein Regionaltreffen in einem anderen Bundesland organisieren? Diese Idee hieß es erstmal auf ihre Machbarkeit hin zu untersuchen und zu studieren, was wir wo dürfen und was nicht.

 

Das Wichtigste war, die Teilnehmer nicht zu gefährden und dafür ein gutes Hygienekonzept zu entwickeln. Die Wahl fiel schließlich auf eine Stadt in Sachsen, wobei die Mitglieder unserer Regionalgruppe dann per Doodle entscheiden durften, ob es nach Leipzig oder Dresden gehen soll.

Die Wahl fiel mehrheitlich auf die Landeshauptstadt und so hieß es am dritten September-Wochenende: auf nach Dresden! 

 

Am Freitag, dem 18.09.2020, reisten dann 13 Hauptstadt-Herzen individuell nach Dresden. Einige fuhren schon früh los, um die schöne Stadt an der Elbe schon einmal auf eigene Faust unsicher zu machen. Andere kamen erst am späten Nachmittag oder Abend im Jugendgästehaus an. Bei einem gemeinsamen Abendessen wurde dann der Ablauf für den Samstag inklusive Hygienekonzept erläutert. Am Abend ließen wir dann den Tag gemeinsam ausklingen.

 

Am Samstag ging es nach dem Frühstück bei strahlendem Sonnenschein zur Kreuzkirche. Hier begann unsere Stadtführung, auf der wir Wissenswertes zur Geschichte der Stadt und ihrer markantesten Bauwerke erfuhren. Wir gelangten über den Altmarkt und vorbei am Kulturpalast zur wiederaufgebauten Frauenkirche. Von dort ging es weiter zur Brühlschen Terrasse, wo wir eine kleine Pause einlegten und die Dampfschiffe auf der Elbe beobachten sowie einen Blick auf das Reiterstandbild Augusts des Starken, den sog. Goldenen Reiter, werfen konnten. Nachdem wir als nächstes den aus 23.000 Fliesen aus Meissner Porzellan bestehenden Fürstenzug bewunderten, ging es weiter zur Hofkirche, dem Residenzschloss mit Stallhof und zum Theaterplatz, der von der berühmten Semperoper geprägt ist. Im angrenzenden Zwinger endete die Stadtführung nach drei Stunden und gefühlten 500 km zu Fuß.

 

Nach der Führung durch die geschichtsträchtige Stadt war etwas Freizeit angesagt, die einige zur Stärkung und Ruhe nutzten. Andere gingen in die Prager Straße, um ein leckeres Eis zu essen oder zu shoppen. Wieder andere nutzten die Zeit für einen Museumsbesuch. Um 16 Uhr versammelten wir uns dann im Fährhafen Johannstadt, um uns mit Mitgliedern der Regionalgruppe Sachsen und von Herzkind e.V. zu treffen. 10 Personen kamen unserer Einladung nach. So verbrachten wir einen netten Nachmittag mit einem intensiven Erfahrungsaustausch. Natürlich ließen wir uns auch kulinarisch verwöhnen und tranken die ein oder andere Fassbrause. Gegen 21.30 Uhr wurde es trotz der mitgebrachten Decken zu frisch, sodass wir den Heimweg mit der Fähre über die Elbe antraten. Vielen Dank an Herzkind e.V. und die Regionalgruppe Sachsen für diesen sehr schönen Nachmittag!

 

Am Sonntag hieß es nach dem Frühstück Abschied zu nehmen. Einige nutzten noch die Gelegenheit, sich das eine oder andere Museum oder die Frauenkirche von innen anzuschauen, andere machten sich gleich auf den Heimweg. Wir alle haben dieses gemeinsam verbrachte Wochenende sehr genossen, zumal uns drei Tage Sonnenschein vergönnt war.

 

Wir sind uns einig, dass wir das so schnell wie möglich wiederholen wollen.

 

 

14.09.2020

Themen-Stammtisch der Hauptstadt Herzen mit Frau Dr. Danne zum Thema Fallot'sche Tetralogie und andere angeborene Herzfehler

Am 14. September 2020 haben wir uns erstmals nach der coronabedingten Pause wieder zu einem Themenstammtisch in der Bremer Höhle versammelt.

Zu diesem Nachholtermin des 2. Themenstammtischs in diesem Jahr war Frau Dr. Danne, Oberärztin der Ambulanz für angeborene Herzfehler im Deutschen Herzzentrum Berlin per Skype zugeschaltet und hat zum Thema "Fallot'sche Tetralogie und andere angeborene Herzfehler" gesprochen. Dafür wurden Fragen aus der Regionalgruppe bereits vorab gesammelt. Es bestand aber auch immer die Möglichkeit, dass die 13 Teilnehmer vor Ort – sowohl Hauptstadtherzen als auch Gäste – gezielt nachfragen und auch zusätzliche Fragen stellen konnten.

So erfuhren wir zum Beispiel, welche Methoden aktuell für den Herzklappenersatz angewandt werden und worüber auf diesem Gebiet momentan geforscht wird. Aber auch Fragen, die das tägliche Leben mit dem Herzfehler betreffen, wurden behandelt.

Schließlich kamen wir um das Thema Corona nicht herum und erfuhren, wie sich dadurch die Lage am DHZB veränderte. Aber auch ein Blick nach vorn in Richtung Universitäres Herzzentrum wurde gewagt.

Nach diesem sehr informativen Teil des Themenstammtischs gab es noch Zeit, sich untereinander vorzustellen und über die Vereinsarbeit zu informieren. Und so hoffen wir, auch bei unserem nächsten Stammtisch wieder alte Bekannte und neue Gesichter begrüßen zu dürfen.

Dem regen Austausch haben die Schutzmaßnahmen wie der einzuhaltende Abstand jedenfalls keinen Abbruch getan.

 

Fragen und Antworten

ePaper
Teilen:

 

 

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© 2021 JEMAH e.V. Regionalgruppe Berlin/Brandenburg